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Bundesentscheid



Eines der 24 schönsten Dörfer


Kerpen.


Es läutet im Eifeldorf Kerpen. Birgit Becker und Paul Frings ziehen gegen 15.30 Uhr mit der alten Dorfschelle und einem Lautsprecher durch das Dorf. Erst am Abend zuvor hatten die Kerpener beschlossen, die 150 Jahre alte Dorfglocke auszupacken, um damit ihre Mitbürger am Mittwoch über das Ergebnis des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" aufzuklären - egal wie es ausgeht. Nun steht Frings in der Bachstraße und verkündet: "Achtung, Achtung: Unser Dorf hat im Bundeswettbewerb Bronze gewonnen."


Anderthalb Stunden zuvor hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner die Gewinner gekürt. Zum ganz großen Erfolg wie vor 20 Jahren, als die 420-Einwohner-Gemeinde auf Bundesebene siegreich war, hat es in diesem Jahr nicht gereicht. Aber Kerpen zählt zu den sieben Orten, die mit Bronze ausgezeichnet wurden (siehe Extra).


Ein Erfolg für das Dorf, das mit 23 weiteren Gemeinden konkurriert hat und bereits zuvor mehrere Hürden nehmen musste. Beim Vorentscheid auf Landesebene waren im vergangenen Jahr 263 Dörfer unter die Lupe genommen worden. Im Vordergrund der Bewertung durch die 15-köpfige Bundeskommission, die vor knapp zwei Wochen zu Gast in Kerpen war, stand unter anderem der Umgang der Dörfer mit ihren individuellen Ausgangsbedingungen und kulturellen Traditionen im Hinblick auf den demografischen Wandel. Dabei sollen die Bürger aktiv in den Prozess eingebunden werden und die Planung und Gestaltung des eigenen Dorfs mitgestalten. Die Präsentation meisterten die Kerpener mit Bravour, anschließend galt es Daumen zu drücken. Hoffnungen auf einen großen Erfolg waren nicht unberechtigt. Denn das Dorf hatte im Vorfeld nicht nur den Landeswettbewerb in Rheinland-Pfalz gewonnen, sondern auch noch den Sonderpreis Innenentwicklung. Dennoch: Am Ende kam "nur" Platz drei heraus.


"Ich freue mich auch über Bronze", sagt der 16-jährige Jan Genette, der gerade mit seinem Fahrrad in Kerpen unterwegs ist. "Denn jetzt wissen auch andere Leute, dass unser Dorf etwas ganz Besonderes ist." Und Astrid Edmonds, die Besitzerin der Dorfbäckerei sagt: "Der dritte Platz ist ein hervorragendes Ergebnis." Schließlich habe sich allein durch den Wettbewerb vieles bewegt. Das Ergebnis ist auch für  den seit 1994 amtierenden Ortsbürgermeister Rudolf Raetz "auf keinen Fall eine Enttäuschung". Mit Blick auf 1993, als Kerpen den Wettbewerb gewann, sagt er: "Bronze ist heute meiner Meinung nach mit Gold von vor 20 Jahren gleichzusetzen. Damals waren nur wenige Orte in der Dorferneuerung engagiert, heute aber alle, die in den Bundeswettbewerb kommen. Da entscheiden Kleinigkeiten." Sein Fazit: "Das ist ein ganz großartiger Erfolg für unser Dorf."


Kerpener freuen sich wieder über Edelmetall - Nach Gold 1993 nun Bronze


Für den ganz großen Erfolg wie 1993, als Kerpen Bundessieger wurde, hat es diesmal nicht gereicht. Das Dorf in der Verbandsgemeinde Hillesheim ist beim Bundesentscheid 2013 im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mit Bronze ausgezeichnet worden.


Extra:

Die Gewinner im Wettbewerb 2013: Gold: Bohlsen (Niedersachsen), Dechow (Mecklenburg-Vorpommern), Mengsberg (Hessen), Mürsbach (Bayern), Oberlangen (Niedersachsen), Sommerach (Bayern), Thier (NRW), Rammen-au (Sachsen), Ueberau (Hessen). Silber: Böbing (Bayern), Füchtorf (NRW), Heid (NRW) Oberveischede (NRW), Ottersheim (RLP), Pretschen (Brandenburg), Steinmauern (Baden-Württemberg), Steutz (Sachsen-Anhalt). Bronze: Kerpen, Gerlfangen (Saarland), Großbundenbach (RLP), Neustadt (Thüringen), Tylsen (Sachsen-Anhalt), Vossenack (NRW), Witzeeze (Schleswig-Holstein).


Quelle, Text und Bild :TV

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