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Die Burgkapelle, ein Kleinod Kerpens


Am Fuße der Burg steht leicht erhöht über dem alten Dorfkern die Kapelle, dicht an den Burgberg und seine äußeren Umfassungsmauern herangebaut. Über Treppenstufen erreicht der Besucher den gepflegten Kirchenvorplatz mit dem würdigen Kriegerdenkmal, das an die beiden Weltkriegen gefallenen Kerpener erinnert. Unwillkürlich geht der Blick hinab ins Dorf, bevor man das sehenswerte, gut erhaltene Gotteshaus betritt


Die nun anschließende nähere Beschreibung der Burgkapelle ist im folgenden Buch wörtlich übernommen: " Geschichte der Pfarreien der Diözese Trier , bearb. von Peter Schug, herg. von Matthias Schuler, Trier 1956.Die heutige Kapelle z.E. der hh. Stephanus und Sebastianus ( so schon 1703 ), Anfang des 16. Jh. als Schlosskapelle erbaut, hat gewiss eine Vorgängerin gehabt, dann 1486 wird Johann v. Gillenfeld als Rektor der St. Johannes-Baptistenkapelle erwähnt; 1496 quittiert Johann Heydendall, Priester der Vorburgskapelle z.E. des hl. Johannes Baptist in Kerpen, von Ww. Kath. v. Mirbach 20 Gulden für eine Jahrmesse empfangen zu haben. Diese Kleriker waren somit Burgkapläne wie die später genannten, die ein gutes Einkommen, wie z.b. Thiel 100 Taler, bezogen. Seit 1703 fand jeden Sonntag hl. Messe und Katechese statt. Dieses Vorrecht hat Kerpen sich bis heute nicht nehmen lassen. Die Anlage, wohl 1645 und nochmals 1903 renoviert, ist durch eine Mittelsäule zweischiffig gestaltet. Das gerade geschlossene Chor ist im Lichten 7,08 m breit und 4,30 m tief, das Schiff 10,12 m lang und 7,58 m breit. Der große Mittelschlussstein trägt die Muttergottes als Himmelskönigin; links auf dem Gurt das Wappen des 1551 verstorbenen Grafen Diedrich v. Manderscheid, der 1506 die Magaretha v. Sombreff als Gattin heimgeführt hatte und der wohl der Erbauer unserer Kapelle gewesen ist. Der Hochaltar, Holz, ein Säulenaltar von 1791, ist Nachfolger eines 1665 gestifteten neuen Altares.


Nicht nur das oben erwähnte, seit 1703 bestehende Vorrecht einer Sonntagsmesse besteht heute noch, es werden auch zusätzlich in der Woche zwei Messen in der Kapelle gefeiertEinige Geschlechterreihen sind seit jener Zeit zum Kirchlein emporgestiegen; mögen es noch viele Generationen sein, die in diesem würdigen Gotteshaus Trost und Hilfe beim Gebet erfahren.