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Eifelmaler


Die Eifelgemeinde Kerpen erhält von der Stadt Kerpen einen Kanaldeckel als „schwersten Orden der Welt“


KERPEN. ( Vog)


Gastgeschenk mit Witz: Der Karnevalsverein „Schwarz-Gold“ der Stadt Kerpen im Rheinland hat der Eifelgemeinde Kerpen einen Kanaldeckel als den „schwersten Orden der Welt“ verliehen. Beim Sommerfest der Frauengemeinschaft hat ein starkes Frauen- Quartett die 45 Kilogramm schwere Auszeichnung in der Straße versenkt. „Das hier ist die ideale Stelle. Immerhin steht beim Weihnachts-markt direkt daneben der Glühweinstand und da ist die Idee geboren worden“,erklärte Helga Etteldorf. Die Vorsitzende der Frauengemeinschaft zeigt auf die Kreuzung im restaurierten Ortskern mit dem Weg hoch zur Burg. Die Idee hat zwei Väter: Ortsbürgermeister Rudolf Raetz und Peter Zöllkau vom Vorstand der „Schwarz-Goldenen“. Bereits zum zehnjährigen Bestehen der Freundschaft schenkten 1997 die Rheinland-Kerpener den Eifel-Kerpener einen Kanaldeckel als Orden. Der ist heute fest vor dem Eingang zum Bürgerhaus verankert. Der neue Orden wiegt 45 Kg und ist für den „Schwerlastverkehr bis 40 Tonnen“ geeignet, wie Zöllkau erklärte.


Ob das nötig war ?


Die Eifel-Kerpener wollen weder LKW noch Wohnmobile ihr Dorf passieren lassen ( TV berichtete mehrmals ). Um den „Orden“ zu überreichen war auch Marlies Sieburg, Stadtbürger-meisterin Kerpen/Rheinland angereist. In geballter Frauenpower platzierte sie gemeinsam mit Heike Bohn, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hillesheim, sowie Helga Etteldorf und Annegret Ernstberger, der Vize-Chefin der Frauengemeinschaft Kerpen, den Kanaldeckel. Heike Bohn sagte dabei mit einem Augenzwinkern: „Jetzt müssen wir uns schon die Infrastruktur schenken lassen. Aber einen so schönen Kanaldeckel hätten wir sonst nicht“


Frau Sieburg hielt sich auch nicht mit Lob für den kleinen Namens-vetter zurück: Hier ist es richtig lauschig, mit Burg und Landcafé. Es ist schon schöner als bei uns“. Peter Zöllkau findet mit Blick auf den Kanaldeckel eine weitere Gemeinsamkeit: „ Die Hälfte der jeweiligen Wappen sind gleich, weil beide Orte eine Burg drin haben“. Rudolf Raetz erzählte eine kleine Anekdote: „Ich hab schon Touristen beobachtet, die vor dem ersten Orden standen und sagten: Die leisten sich hier den Luxus und lassen sich eigene Kanaldeckel gießen“. Er habe die Touristen nicht aufgeklärt und sei mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht weiter gegangen. Rudolf Raetz genießt sichtlich die Partnerschaft. Der Kommunalpolitiker meinte mit einem kleinen Seitenhieb an die Politikerinnen: „Diese Freundschaft funktioniert nur so gut, weil sie keine offizielle Partnerschaft ist“. Und auch schon für den nächsten Gegenbesuch der Eifeler ins Rheinland wurden Pläne geschmiedet. Das Gastgeschenk steht schon fest. Ebenso der Ort für die Übergabe. Die Eifel-Kerpener werden einen Baum auf dem „Papsthügel“ pflanzen, den alle Zuschauer des Weltjugendtags gesehen haben. Das Marienfeld gehört nämlich zum Stadtgebiet der Rheinland-Kerpener. Jedoch werden sich die Eifeler anstrengen müssen und ein wirklich prächtiges Exemplar auswählen, denn der „Orden“ war nicht das einzige Geschenk zum Sommerfest. Helga Etteldorf: „Völlig überraschend haben sie uns auch zum Abschluss des Festes um 21°° Uhr ein Feuerwerk geschenkt“.


Ein tolles Finale für ein tolles Fest mit vielen Freunden.