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Zeittafel

Die Geschichte Kerpens auf einen Blick. Von den Kelten und Römern über das Mittelalter bis in die Gegenwart.

vor Christus

600 – 400 v. Chr.

Keltische Stämme besiedeln die Eifelregion. Die Treverer, ein keltisches Volk, prägen die Gegend bis zur römischen Eroberung.

225 v. Chr.

Die Treverer kontrollieren weite Teile der Eifel und des Mosellandes.

ab 55 v. Chr.

Caesar unterwirft die Treverer. Die Eifel wird Teil der römischen Provinz Germania inferior. Römerstraßen erschließen die Region.

nach Christus

600 – 700

Fränkische Besiedlung der Eifel nach dem Ende der Römerherrschaft. Die Region wird Teil des Fränkischen Reiches unter den Merowingern.

1136

Prümer Urkunde erwähnt Güter in der Region. Das Kloster Prüm ist ein bedeutender Grundherr in der Eifel.

vor 1197

Die Herren von Kerpen sind als Adelsgeschlecht in der Region nachgewiesen. Vermutliche Erbauung der Burg Kerpen auf dem markanten Bergsporn.

1201

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Kerpen.

1208

Die Burg Kerpen wird urkundlich erwähnt als Sitz der Herren von Kerpen.

1226

Weitere urkundliche Erwähnung der Burg Kerpen. Die Herren von Kerpen sind als Vasallen der Erzbischöfe von Trier dokumentiert.

1265

Die Burg Kerpen gelangt durch Erbschaft an das Geschlecht der Herren von Höhenberg.

14. Jh.

Die Burg wird zur Landesfestung ausgebaut. Mehrfacher Besitzerwechsel durch Heirat und Erbfolge.

1689

Zerstörung der Burg im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen. Die Burg bleibt seitdem als Ruine erhalten.

1794

Französische Revolution: Die Eifel wird Teil Frankreichs. Niederehe, Kerpen und die umliegenden Orte kommen unter französische Verwaltung.

1815

Nach dem Wiener Kongress kommt Kerpen zu Preußen.

1860

Geburt von Fritz von Wille am 4. Mai in Weimar, der später auf der Burg Kerpen leben und malen wird.

1911

Fritz von Wille kauft die Burg Kerpen und richtet dort sein Atelier ein. Beginn von 30 Jahren Burgherrschaft.

1941

Tod von Fritz von Wille auf der Burg Kerpen. Die Burg bleibt im Familienbesitz.

1944 / 45

Ardennenoffensive: Schwere Kämpfe in der Eifelregion. Alfred Andersch hält sich in der Gegend auf und verarbeitet diese Erlebnisse später in seinem Roman "Winterspelt".

1950 – 1952

Alfred Andersch wohnt zeitweilig auf der Burg Kerpen, während er als Rundfunkredakteur zwischen Burg und Frankfurt/Hamburg/Stuttgart pendelt.

1969

Die Burg Kerpen wird zum Landschulheim des Kreises Neuss. Kinder und Jugendliche aus dem Rheinland verbringen hier Schullandheimaufenthalte.

1970

Kerpen wird Teil der Verbandsgemeinde Gerolstein im Rahmen der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform.

2007

Eine niederländische Familie erwirbt die Burg Kerpen vom Kreis Neuss.

ab 2016

Die Burg Kerpen dient vorübergehend als Unterkunft für Geflüchtete.

ab 2018

Eine Familie aus Bonn erwirbt die Burg Kerpen und bewohnt und pflegt sie seitdem.

Heute

Kerpen ist ein beliebter Wohn- und Ferienort in der Vulkaneifel mit rund 500 Einwohnern. Die Burg ist Wahrzeichen des Ortes.